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Mont-Saint-Michel
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Mont-Saint-Michel     



Auf einer kleinen felsigen Insel im Wattenmeer etwa einen Kilometer entfernt von der Nordküste Frankreichs befindet sich der Mont-Saint-Michel. Die Insel ist ein etwa 830 Meter im Umfang messender großer Hügel aus Granitstein, der aus dem Wasser herausragt, mit einem Benediktinerkloster und einer Kirche, die zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert erbaut wurde. Diese ist mit ihrer Höhe von 160 Metern schon weithin sichtbar.

Der Mont-Saint-Michel ist ein Ensemble aus Kirche, Kloster, Stadtbefestigung und schneckenförmig angelegtem Dorf im Zusammenhang mit einer einzigartigen Landschaft. Das Zusammenspiel von Natur und Architektur macht diesen Ort so besonders. An der Mündung des Flusses Couesnon in der Nähe der Stadt Avranches gelegen, befindet es sich zwischen der Mont-Saint-Michel an der Grenze zwischen der Normandie und der Bretagne.

Mont-Saint-Michel
ist heute eine der größten Touristenattraktionen in Frankreich - rund 3,5 Millionen Besucher kommen jedes Jahr hierher. Doch bis zur Abteikirche schafft es nur rund ein Drittel der Touristen. Die anderen flanieren durch das kleine Städtchen mit seinen engen Gassen und über die "Grande Rue", der Straße mit Souvenirläden und Restaurants.

Bereits die Kelten, Römer und Christen nutzen den zuvor noch von dichtem Wald umschlossenen Felskegel als Kultstätte.

Legendär entstand Mont-Saint-Michel zu Beginn des 8. Jahrhunderts als Erzengel Michael dem Erzbischof Aubert von Avranches im Traum erschien und ihm den Auftrag gab, eine Kapelle auf der Spitze des Mont Tombe ("Berg des Grabes") zu erbauen. Doch als der Erzbischof zögerte, drückte der Erzengel ihn unsanft gegen das Haupt. So zeigt noch heute die Schädeldecke des Bischofs ein Loch.

Bald wurde durch eine große Sturmflut der umliegende Wald zerstört und der Berg wurde vom Festland abgeschnitten. Aus der kleinen Kapelle (708) zu Ehren Michaels entstand ab dem Jahr 966 eine Basilika, denn Richard I. hatte sie Benediktinermönchen aus St. Wandrille gegeben. So enstand zuerst die zweischiffige Kirche Notre-Dame-sous-Terre, die schnell zum Wallfahrtsort wurde. Die Pilger mussten nun das Watt überqueren und Treibsand ausweichen, was nicht ungefährlich war. So entstand der Ratschlag "Gehst du zum Mont, vergiss nicht, dein Testament zu machen".

Ab dem 11. Jahrhundert (um 1022) wurde darüber die große romanische Abteikirche errichtet und Notre-Dame wurde zur Krypta. Die Kirche gilt als das Hauptwerk der normannischen Architektur. Als weitere Stützen wurden weitere Krypten mit dicken Mauern gebaut. Erst im 12. Jahrhundert entstanden das Kreuzgratgewölbe und der Vierungsturm.

Im 13. Jahrhundert gab König Philippe Auguste dem Kloster viel Geld, so dass die Bautätigkeit im gotischen Stil voranschritt. Aufgrund der geographischen Gegebenheiten musste nun in die Höhe gebaut werden, den der Granitplateau war in der Breite eingegrenzt. Die so entstandene, oft eingestürzte, dreistöckige Kirche wurde auch als "La Merveille" ("Das Wunder") bezeichnet. Auch der Rittersaal, das Refektorium und der Kreuzgang mit seinen 220 Säulen wurden in dieser Zeit errichtet.

Im 14. Jahrhundert wurde der Berg gegen die Engländer im Hundertjährigen Krieg befestigt. Durch die mehrfachen Belagerungen gab es viele Beschädigungen, doch wurde der Berg nicht eingenommen. Bis ins 16. Jahrhundert wurde hier gebaut. 1791 vertrieben die Revolutionstruppen die letzten Mönche und der Mont wurde zum Kerker ("bastille de la province" im Volksmund genannt) umgebaut. Erst im 19. Jahrhundert wurden die Gebäude restauriert.

Durch die Errichtung von Deichen und Dämmen begann die Bucht zu versanden - so schien sich Victor Hugos Prophezeihung, dass der Mont-Saint-Michel sich einst aus einem "Meer von Krautfeldern" erheben werde, zu erfüllen.
Heute wird daran gearbeitet, dass dies nicht geschieht.

Seit 1979 gehört der Mont-Saint-Michel zum Weltkulturerbe der UNESCO. Seit 1998 gehört der Mont-Saint-Michel zum Welterbe "Jakobsweg in Frankreich". Bis heute leben rund zwölf Benediktinermönche hier.

 
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